IB Freiwilligendienste

FAQ

FAQ - alles Wissenswerte auf einem Blick

1. Was ist der Internationale Bund IB?

Der Internationale Bund (IB) ist mit seinem eingetragenen Verein, seinen Gesellschaften und Beteiligungen einer der großen Dienstleister in den Bereichen Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland. Er ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig. Bundesweit helfen 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IB in 700 Einrichtungen und Zweigstellen an 300 Orten jährlich rund 350.000 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bei der beruflichen und persönlichen Lebensplanung. Sitz der IB-Gruppe ist Frankfurt am Main.

 

2. Wer sind die IB VAP?

Im Jahr 2004 wurden im IB neben den Inlands-Freiwilligendiensten auch die Auslandsfreiwilligendienste IB VAP (Volunteers‘ Abroad Programs) geschaffen. An den Standorten Kassel und Nürnberg (ab Herbst 2017 auch Offenburg) entsenden wir  jährlich über 150 Freiwillige. An den Standorten arbeitet ein Team von pädagogischen Mitarbeiter_innen, das von je einer Verwaltungskraft unterstützt wird. Hier finden Sie eine Vorstellung der Teams: IB VAP Franken und IB VAP Kassel.
Im Juni 2015 wurden beide Standorte von der Agentur "Qualität in Freiwilligendiensten" (Quifd) zertifiziert und in 2016 erneut re-zertifiziert.

 

3. Was bieten mir die IB VAP als Entsendeorganisation?

·            Fachliche und persönliche Vorbereitung auf den Freiwilligendienst im Ausland (Kennenlern-, Vorbereitungs-, Zwischen- und Rückkehrerseminare)

·            Beratung und Unterstützung bei der Vorbereitung des internationalen Freiwilligendienstes durch pädagogische Fachkräfte in Deutschland

·            Vermittlung zu einer unserer Partnerorganisationen im Ausland

·            Beratung bezüglich des Aufbaus eines Unterstützerkreises

·            Pädagogische Unterstützung und Begleitung, Krisenintervention und Konfliktmanagement während des Auslandsaufenthalte

·            Teilnahmebescheinigung während und ein Zertifikat mit Bescheinigung nach dem Freiwilligendienst

·            Einen Freiwilligenausweis, der im Ausland Vergünstigungen verschaffen kann

·            Unterstützung bei der Eingliederung in ein Netzwerk von ehemaligen Freiwilligen nach Abschluss des Freiwilligendienstes

·            Beratung über Möglichkeiten des Engagements nach dem Freiwilligendienst

·            Möglichkeit zur Einbindung in die Arbeit der IB VAP nach dem Freiwilligendienst bei Seminaren (als Ehemalige_r und evtl. später Teamer_in, gerne auch als Praktikant_in)

 

4. Wo kann ich einen Freiwilligendienst machen?

Unsere Kooperationspartner sind vorwiegend in einigen Ländern Afrikas, Europas und Lateinamerikas, sowie in englischsprachigen Übersee-Ländern (Australien, Neuseeland, USA). Die Gesamtübesicht finden Sie hier. Die Übersichten je nach Standort (Franken udn Kassel) sind hier zu finden:

Partnerorganisationen der IB VAP Franken

Partnerorganisationen der IB VAP Kassel

 

 5. Wie lange dauert ein Freiwilligendienst?

Wir entsenden Freiwillige über die geförderten Programme IJFD und weltwärts ausschließlich für einen Zeitraum von 12 Monaten. Dementsprechend sind diese Programme auch nur für Bewerber_innen geeignet, die sich entschieden haben, sich auf einen Freiwilligendienst über 12 Monate einzulassen.

Die IB VAP Franken entsenden ab 2017 auch Freiwillige über das nicht staatliche geförderte  Programm IB Volunteers, über das auch eine Entsendung für kürzere Zeit möglich ist. Weitere Informationen zu dem Programm finden Sie  hier.

 

6. Wann beginnt ein Freiwilligendienst?

Der Dienst beginnt in der Regel im August oder September und endet im Juli oder August des Folgejahres. Ausnahmen bezüglich des Beginns sind zwar in Einzelfallen möglich, müssen aber individuell vereinbart werden.

Bei IB Volunteers ist der Zeitpunkt der Ausreise flexibler handhabbar:  wir richten uns hierbei nach den  Wünschen der Freiwilligen und nach den Möglichkeiten der Aufnahmeorganisationen im Ausland.

 

7. Wann muss ich mich bewerben und wie?

Sie können sich ab September für einen weltwärts-Freiwilligendienst oder IJFD bewerben: Ausreise bei beiden Programmen ist im August oder September des Folgejahres. Die nötigen Bewerbungsdokumente können Sie hier downloaden.

Es lohnt sich, die Bewerbung frühzeitig einzureichen, da wir die zuerst eingegangene Bewerbungen auch zuerst bearbeiten. Die Wahrscheinlichkeit, bei einer Wunschorganisation im Wunschland eingesetzt zu werden, ist daher bei einer frühzeitigen Bewerbung wesentlich höher als bei einer Bewerbung kurz vor Fristende.

Bei IB Volunteers ist eine Bewerbung jederzeit möglich (sollte jedoch 4 Monate vor der geplanten Ausreise eingereicht werden).Der Bewerbungsbogen steht hier zum download.

 

8.  Wie finde ich meine passende Aufnahmeorganisation im Ausland?

weltwärts & IJFD:
Sie bewerben sich fristgerecht mit den notwendigen Bewerbungsformularen bei uns. Wenn uns Ihre Bewerbung überzeugt, laden wir Sie zu einem Kennenlernseminar ein. Die Teilnahme an einem solchen Seminar ist Voraussetzung für die Vergabe eines Freiwilligendienstplatzes beim IB. Danach entscheiden Sie, ob Sie mit uns als Entsendeorganisation Ihren Freiwilligendienst starten möchten, und treffen eine Vorauswahl der Aufnahmeorganisationen, die Sie interessieren.

IB Volunteers:

Sie können sich auf eine Stelle bei einer Partnerorganisation von uns bewerben oder selber eine Organisation suchen bei der Sie Ihren Dienst leisten möchten; in dem Fall prüfen wir dann ob eine Kooperation mit dieser Organisation möglich ist. Die Verpflichtung, an einem Kennenlernseminar teilzunehmen, entfällt für IB Volunteers-Freiwillige. Das Vermittlungsverfahren beginnt nach Eingang der Bewerbung und Rücksprache unsererseits mit Ihnen und den potentiellen Aufnahmeorganisationen.

 

9. Wie geht es nach den Kennenlernseminaren weiter (weltwärts & IJFD)?

Auf dem Seminar haben Sie die Möglichkeit, sich mit den verschiedenen Aufnahmeorganisationen intensiver auseinanderzusetzten. Sie gebe uns dann nach dem Kennenlernseminar innerhalb von zwei Wochen eine Rückmeldung per E-Mail, ob Sie mit uns einen Freiwilligendienst antreten möchten, und fügen Ihre aktuelle Prioritätenliste hinzu. Von uns erhalten Sie anschließend ebenfalls eine Rückmeldung mit Zu- oder Absage. Bei einer Zusage werden wir schnellstmöglich unter Berücksichtigung Ihrer Prioritätenliste versuchen die am besten passende Aufnahmeorganisation für Sie zu finden. Diese trifft dann die endgültige Entscheidung, ob Sie dort Ihren Freiwilligendienst machen können.

 

10.  Über welche Programme entsenden die IB VAP?

Der IB ist anerkannter Träger für den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltwärts und den Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD). Die Entscheidung, welche Freiwilligen über welches Programm ins Ausland entsandt werden, ist u.a. abhängig von der Aufnahmeorganisation und erfolgt erst nach den Kennenlernseminaren.

Wir bieten außerdem unseren eigenen, nicht staatlich geförderten Dienst IB Volunteers an, der flexiblere Rahmenbedingungen als IJFD und weltwärts bietet.

Wenn Sie sich über die genauen Rahmenbedingungen der einzelnen Programme informieren möchten, finden Sie hier weitere Informationen.

 

11.  Was ist der Unterschied zwischen weltwärts, IJFD und IB Volunteers?

weltwärts

Der Freiwilligendienst weltwärts (www.weltwaerts.de) wird durch das Bundseministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) mit einem Betrag von bis zu 75% der Gesamt-Kosten (max. 620 € pro Monat) gefördert. Damit ist die Finanzierung gesichert von:

·            25 Seminartagen (Kennenlern- und Vorbereitungsseminar, Zwischenseminar im Ausland und Rückkehrseminar)

·            monatlichem Taschengeld i.d.R. in Höhe von 100 €

·            Haftpflicht-, Unfall-, Invaliditäts- und privater Auslandskrankenversicherung

·            Fahrt- und/oder Flugkosten zu den Seminarorten und in dein Gastland

·            Unterkunft und Verpflegung entweder als Sachleistung in der Aufnahmeorganisation oder als Auszahlung eines Verpflegungs- und Mietkostenzuschusses – je nach örtlichen Gegebenheiten

·            darüber hinaus bleibt der Kindergeldanspruch erhalten

·            seit dem 1.7.2015 ist auch der Anspruch auf Waisenrente und Halbwaisenrente neu geregelt

Internationaler Jugendfreiwilligendienst IJFD 

Dieser Freiwilligendienst (www.ijfd-info.de) wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)  mit einem Festbetrag von 350 € (das entspricht ca. 57% der Gesamtkosten) pro Monat gefördert. Damit ist die Finanzierung gesichert von:

·            25 Seminartage (Kennenlern- und Vorbereitungsseminar, ggf. Zwischenseminar im Ausland und Rückkehrseminar)

·            monatlichem Taschengeld, i.d.R. in Höhe von 100 €

·            Haftpflicht-, Unfall-, Invaliditäts- und private Auslandskrankenversicherung

·            darüber hinaus besteht der Kindergeldanspruch weiter

·            seit dem 1.7.2015 ist auch der Anspruch auf Waisenrente und Halbwaisenrente neu geregelt

IB Volunteers

Für alle die für eine kürzere Dauer als ein Jahr einen Freiwilligendienst im Ausland machen möchten und/oder älter als 28 Jahre sind, bietet sich das Selbstzahler-Programm IB Volunteers an. Ab Frühjahr 2017 entsenden die IB VAP Franken volljährige Freiwillige über dieses flexible Programm ins Ausland. Weitere Informationen zu dem Programm finden Sie hier.

 

12.  Kommt der träger-eigene, nicht geförderte Dienst IB Volunteers für mich in Frage?

Im Rahmen des IB Volunteers können wir flexiblere Rahmenbedingungen als beim IJFD und bei weltwärts bieten. Dieser gibt uns die Möglichkeit mit (volljährigen) Freiwilligen zu arbeiten, die z.B. aufgrund der Altersvorgaben in den Programmen weltwärts oder IJFD sonst keine Möglichkeit hätten mit uns einen Freiwilligendienst zu machen.

Über das Programm IB Volunteers kann ein Freiwilligendienst geleistet werden, der kürzer als 12 Monate ist. Weitere Informationen zu dem Programm finden Sie hier.

 

13.  Werde ich auf meinen Freiwilligendienst vorbereitet?

Ja. Ein internationaler Freiwilligendienst ist ein pädagogisch begleiteter Lern- und Bildungsdienst. Bei allen von uns angebotenen Programmen findet daher eine pädagogische Vor- und Nachbereitung sowie durchgängige pädagogische Begleitung statt.

In den Programmen IJFD und weltwärts nehmen Sie an einem Vorbereitungsseminar von 10 Tagen  in den Sommermonaten vor Ausreise teil. Zusätzlich machen Sie vor Ihrer Ausreise ein Schnupperpraktikum von 5-10 Tagen in einer Einrichtung, die Ihrer Aufnahmeorganisation im Ausland ähnlich ist. So können Sie Einblick in einen Teil Ihrer zukünftigen Aufgaben bekommen und sich besser auf Ihren Freiwilligendienst im Ausland einstellen.

Beim IB Volunteers bieten wir ein kürzeres Vorbereitungsseminar an. Ein Praktikum wie bei weltwärts und IJFD ist nicht verpflichtend, u.U. aber empfehlenswert.

 

14.  Was kostet es, wenn ich für einen Freiwilligendienst ein Jahr ins Ausland gehe?

Die Kosten für einen internationalen Freiwilligendienst werden durch die staatliche Förderung  nur zum Teil gedeckt. Im Einzelfall können die Gesamtkosten bei einem einjährigen Freiwilligendienst bis zu 11.000 € betragen. Dem gegenüber stehen staatliche Zuschüsse aus Bundesmitteln in Höhe von 4.200 € (IJFD) bis 7.400 € (weltwärts) für einen einjährigen Freiwilligendienst. Dies bedeutet, dass der IB als Entsendeorganisation für viele grundlegende Leistungen selbst aufkommen muss.

Als gemeinnützige Organisation, die nicht gewinnorientiert arbeitet, verfügen wir beim IB nicht über ausreichende Eigenmittel um die Freiwilligendienste im Ausland selber zu finanzieren. Da wir aber von dieser prägenden und einmaligen Erfahrung für junge Menschen überzeugt sind, möchten wir dennoch die Auslandsfreiwilligendiente anbieten und sind somit auf das Engagement der Freiwilligen angewiesen. Wir bitten unsere Freiwilligen daher, für die Entsendung im weltwärts-Programm oder im IJFD Unterstützerkreise aufzubauen.

Aus unserer Sicht ist ein Unterstützerkreis die nachhaltigste Art und Weise, einen Freiwilligendienst zu finanzieren, denn die Freiwilligen verpflichten sich in der Regel, ihren Unterstützer_innen Bericht über ihre Erfahrungen im Ausland zu erstatten, wodurch nicht nur die Freiwilligen selber von ihren Erfahrungen profitieren, sondern auch Menschen in Deutschland, denen solche Erfahrungen ansonsten wahrscheinlich nicht zugetragen würden. Diese Erfahrungen kommen daher unserer Gesellschaft zugute, nicht nur den einzelnen Freiwilligen.

Es gibt jedoch auch Freiwillige, die kleinen Unterstützerkreis aufbauen möchten, oder deren Eltern, Großeltern oder andere Menschen  die Kosten für den Dienst tragen möchten. Dies ist natürlich möglich, und die individuelle Entscheidung der Freiwilligen.

Die Höhe der Kosten, die wir zusätzlich zu den staatlichen Fördermitteln über Eigenmittel und Spenden tragen müssen sind für beide Programme IJFD und weltwärts für die Entsendung 2017/18 mit jeweils 2.800 € pro Freiwilligem/r berechnet.

Beim IB Volunteers belaufen sich die Kosten auf 500 € bis 1.500 € pro Monat. Die genauen Kosten sind abhängig von der Dauer des Dienstes und von der Aufnahmeorganisation im Gastland.

 

15.  Warum soll ich Geld für einen geförderten Freiwilligendienst zahlen? Ich arbeite doch ein Jahr lang ohne Gehalt?!

Für die beteiligten Organisationen (Entsende- und Aufnahmeorganisation) entstehen für jede_n Freiwillige_n Kosten, die von keiner der beiden Institutionen gedeckt werden können. Während in Deutschland die Einrichtungen, die Freiwillige aufnehmen, einen Großteil der Finanzierung selbst übernehmen, ist das den Organisationen im Ausland in der Regel nicht möglich. Viele Aufnahmeorganisationen können ihre eigenen Kosten kaum decken erhalten weder staatliche noch kirchliche Zuschüsse.

Die Kosten entstehen zum einen durch den erhöhten Arbeits- und Zeitaufwand der Anleitungskräfte in der Aufnahmeorganisation und zum anderen durch die Bereitstellung der Unterkunfts- und Verpflegungskosten der Freiwilligen. Darüber hinaus entstehen Kosten für uns als Entsendeorganisation durch unsere pädagogische Betreuung, für Versicherungsbeiträge, Seminare und Verwaltungskosten und gg. Reisekosten.

Die Freiwilligenprogramme weltwärts und IJFD bieten also keine Vollfinanzierung, sondern gehen davon aus, dass ein Eigenanteil der Entsendeorganisationen aufgebracht werden muss. Wie oben dargestellt, sind wir deshalb darauf angewiesen, dass diese Kosten z.B. durch Spenden getragen werden, die die Freiwilligen über ihre Unterstützerkreise sammeln.

Dennoch erfolgt unsere Zusage für einen Freiwilligendienst unabhängig und vor dem Einbringen der Unterstützerkreisgelder.

Die Gesamtkosten für einen Freiwilligendienst hängen darüber hinaus auch von den persönlichen Bedürfnissen und Rahmenbedingungen im jeweiligen Land ab.

Da wir für den IB Volunteers keine staatliche Unterstützung bekommen, müssen die Freiwilligen alle Kosten selber tragen.

 

16.  Was ist ein Unterstützerkreis?

Ein Unterstützerkreis besteht aus Menschen oder Institutionen, die mit ihrer ideellen und/oder finanziellen Unterstützung einen ganz konkreten Beitrag zu einem Freiwilligendienst und damit auch zum interkulturellen Austausch leisten. Es hat sich gezeigt, dass es für Freiwillige wichtig ist, einen Kreis von Personen zu haben, die sich für die Erfahrungen und Erlebnisse während eines Freiwilligendienstes interessieren und sie damit während ihres Jahres im Ausland begleiten und unterstützen. Als "Gegenleistung" berichten die Freiwilligen z.B. regelmäßig über die vielfältigen Facetten des Lebens im Gastland und/oder berichten von den Erfahrungen nach der Rückkehr nach Deutschland.

Ein Freiwilligendienst im Ausland ist auch ein Friedensdienst, denn er bedeutet

·            über längere Zeit in einem anderen Land zu leben und in einer Organisation zu arbeiten

·            über die Begegnung mit anderen Menschen und auch über sich viel zu lernen

·            über andere Menschen und über größere Zusammenhänge des Zusammenlebens nachzudenken. Damit tragen Freiwillige auch ganz konkret zur Völkerverständigung bei.

Ein Unterstützerkreis kann ganz direkt an diesen wertvollen Erfahrungen teilhaben, was die positive Wirkung eines Freiwilligendienstes über die persönlichen Erfahrungen hinaus auch in unserer Gesellschaft in Deutschland erhöht.

 

17. Warum soll ich einen Unterstützerkreis aufbauen?

Eine rein ideelle Unterstützung reicht für die Durchführung eines Freiwilligendienstes leider nicht aus, denn der kostet Geld. Für jede_n Freiwillige_n entstehen Kosten. Diese sind abhängig vom Gastland, von der Aufnahmeorganisation und von dem Programm, über das die Freiwilligen entsandt werden.

Wir sind also auf das Engagement von Freiwillugen z.B. zum Aufbau eines Unterstützerkreises angewiesen, denn ohne Spenden können wir die Freiwilligendienste im Ausland schlichtweg nicht anbieten. Deswegen können und sollen die Freiwilligen selber aktiv werden.

Der Aufbau eines Unterstützerkreises macht vielen zukünftigen Freiwilligen Sorge, denn damit kann ein größerer Aufwand verbunden sein - aber das muss nicht so sein! Wir beraten Freiwillige natürlich gerne und können Tipps geben, auf was geachtet werden sollte und wie Ideen umgesetzt werden können.

Wir haben die Produktion einer Info-Broschüre des neutralen Beratungsnetzwerks eurodesk fachlich unterstützt, und einige Erfahrungen und Tipps dort eingebarcht. Deise Broschüre ist hier verfügbar.

Ein Unterstützerkreis hat viele guten Seiten für die Freiwilligen und für viele andere Menschen, auch wenn es einiges an Engagement und Arbeit bedeutet, ihn aufzubauen. So ist es z.B. eine gute Gelegenheit, sich vor dem Aufbau des Unterstützerkreises mit der eigenen Motivation für einen Freiwilligendienst auseinander zu setzen, und sich um Informationen über die Aufnahmeorganisation und das Gastland zu bemühen.

Andere Menschen anzusprechen, sie um Unterstützung und von dem geplanten Vorhaben zu überzeugen ist ein wichtiger Aspekt auf dem Weg in den Freiwilligendienst, denn das trägt dazu bei, sich klar zu werden was die Freiwilligen wollen.

 

18. Können Spendenbescheinigungen an meine Unterstützer_innen ausgestellt werden?

Ja, wenn Ihre Unterstützer_innen nicht mit Ihnen verwandt sind:

·            Freiwillige können prinzipiell von jedem und jeder gefördert werden. Das können Privatpersonen oder Institutionen sein, Firmen oder Stiftungen. Für deren Spenden stellen wir Spendenbescheinigungen aus.

·            Bitte beachten Sie: Wenn Verwandte für Sie spenden, können sie aus steuerrechtlichen Gründen keine Spendenbescheinigung von uns bekommen.

 

19. Habe ich einen Anspruch auf Kindergeld während des Freiwilligendienstes?

Ja. Der Bundesrat hat am 25. November 2011 der Gewährung des Kindergeldes für Freiwillige des IJFD und weltwärts zugestimmt. Eltern von volljährigen Freiwilligen, die am IJFD oder weltwärts teilnehmen, erhalten bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres des Kindes Kindergeld.

Bei IB Volunteers liegt es im Ermessen der zuständigen Kindergeldkasse, ob Kindergeld für die Dauer des Auslandsaufenthaltes weiter gezahlt wird. Ein rechtlicher Anspruch auf Kindergeld besteht im Rahmen nicht staatlich geförderter Programme nicht.

 

20. Besteht während meines Freiwilligendienstes im Ausland weiterhin Anspruch auf Waisenrente oder Halbwaisenrente?

Ja, seit dem 1.7.2015 ist auch der Anspruch auf Waisenrente und Halbwaisenrente für die Programme IFJD und weltwärts neu geregelt.

Bei IB Volunteers besteht aus o.g. Gründen kein Anspruch auf Waisenrente oder Halbwaisenrente.

 

21. Bin ich während des Freiwilligendienstes im Ausland krankenversichert?

Ja. Während Ihres Freiwilligendienstes versichert Sie der IB bei der Dr. Walter GmbH über die fid Auslandsversicherung. Diese Versicherung beinhaltet auch eine Auslands-Unfall und -haftpflichtversicherung.

 

22.  Bekomme ich Taschengeld während des Freiwilligendienstes?

Ja, bei weltwärts und IJFD. Je nach Aufnahmeorganisation und Programm bekommen Sie zwischen 75 € und 350 € Taschengeld pro Monat.

Bei IB Volunteers ist seitens des IB kein Taschengeld vorgesehen. Die Aufnahmeorganisationen können den Freiwilligen jedoch Taschengeld zahlen, wenn sie über die entsprechenden Ressourcen verfügen.

 

23.  Wie wohne ich im Ausland und wie werde ich verpflegt?

Je nach Aufnahmeorganisation variiert die Unterkunft und Verpflegung. Die Freiwilligen wohnen entweder in der Aufnahmeorganisation selbst, in einer Gastfamilie, in einer WG, alleine oder in einer Gruppenunterkunft wie beispielsweise ein Studentenwohnheim.

Die Freiwilligen werden entweder in der Aufnahmeorganisation oder in der Gastfamilie verpflegt, oder sie versorgen sich selbst.

 

24. Muss ich die Sprache meines Gastlandes bereits vor der Ausreise sprechen?

Ja. Wir verlangen Grundkenntnisse in der jeweiligen Landessprache von unseren Freiwilligen. Deshalb müssen Sie bis zur Ausreise ggf. nachweisen, dass Sie mindestens 100 Stunden Sprachunterricht genommen haben. Grundkenntnisse der Sprache erleichtern das Einleben im Gastland ungemein und erhöhen so für alle Beteiligten den Gewinn des Freiwilligendienstes.

 

25. In welcher Art von Aufnahmeorganisationen kann ich meinen Freiwilligendienst leisten?

Die IB VAP vermitteln Freiwillige vor allem in soziale Aufnahmeorganisationen, die mit Kindern, Jugendlichen oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen arbeiten. Darüber hinaus vermitteln wir auch in Aufnahmeorganisationen, die sich mit Menschenrechten, Umweltschutz und nachhaltigem Tourismus beschäftigen.

Beim IB Volunteers entsenden wir nicht in soziale Projekte wenn die Dauer des Auslandsaufenthaltes kurz ist. In der Arbeit mit Menschen entstehen oft Beziehungen und Bindungen; wenn Freiwillige nur kurze Zeit mit Menschen arbeiten, kann sich dies negativ auswirken. Für einen kurzen Auslandsaufenthalt empfehlen wir die Arbeit in einer Organisation mit dem Schwerpunkt Ökologie oder Tierschutz.

 

26.  Wie kann ich die IB VAP kontaktieren?

Sie können uns jederzeit per Email oder telefonisch kontaktieren! Die Kontaktdaten unserer Teams in Kassel und Franken finden Sie hier.